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Informationen für Gastfamilien

Gesucht werden Familien, aber auch Einzelpersonen und Paare, die einem oder mehreren Flüchtlingen während mindestens neun Monaten ein Zuhause bieten und dadurch Einblick in die Schweizer Verhältnisse gewähren. Ihr Engagement als Gastgeber soll helfen, Brücken zwischen Kulturen zu bauen und so die Integration unterstützen.

Hier finden Sie den Flyer 'Gastfamilien für Flüchtlinge gesucht'.

Die nachfolgenden Fragen und Antworten vermitteln Ihnen zusätzliche Informationen Ihres Engagements als Gastgeber bzw. Gastgeberin eines Flüchtlings.

Eine private Unterkunft wird nur für erwachsene Flüchtlinge, Paare oder Alleinerziehende mit Kindern gesucht, die in der Regel bereits anerkannt oder vorläufig aufgenommen sind und daher langfristig in der Schweiz bleiben werden.

Die meisten sind schon eine gewisse Zeit hier im Lande und verfügen zumindest über minimale Kenntnisse der deutschen Sprache. Sie besuchen auch weiterhin die Deutschkurse der Sozialhilfe. Wir vermitteln keine allein reisenden Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge werden in Wohnheimen oder in anerkannten Pflegefamilien untergebracht, bei Bedarf können wir Sie über die entsprechenden Rahmenbedingungen informieren. Wir suchen auch Familien, welche Alleinerziehende mit kleinen Kindern oder über 18-jährige Junge Erwachsene nach Beendigung eines solchen Pflegeverhältnisses aufnehmen könnten.

Die erste Unterbringung ist auf neun Monate befristet. Vor Ablauf dieser Periode findet ein Auswertungsgespräch statt. Stimmen beide Seiten zu - Gastgeber und Flüchtling - , kann die Vereinbarung jeweils um maximal ein Jahr immer wieder verlängert werden.

Nein, aber Sie dürfen Vorschläge ablehnen. Aufgrund Ihrer persönlichen Angaben (siehe Anmeldeformular) und dem Abklärungsgespräch wird die GGG Kontaktstelle im Austausch mit der Sozialhilfe Basel grossen Wert darauf legen, ein Zusammenwohnen vorzuschlagen, bei dem die gegenseitigen Erwartungen möglichst übereinstimmen.

Sie sollen frei äussern können, welche Rahmenbedingungen Ihnen in der eigenen Wohnung wichtig sind. Entscheiden müssen Sie sich erst nach einer dreitägigen Bedenkzeit nach dem Kennenlerngespräch.

Im ersten Gespräch werden die gegenseitigen Erwartungen – etwa in Bezug auf das Einkaufen, das Kochen oder die Benützung des Badezimmers - angesprochen. Dadurch lassen sich allfällige Missverständnisse und überhöhte Erwartungen meistens schon zum vorneherein klären.

Sollten im Laufe der Zeit dennoch nennenswerte Konflikte auftauchen, wird die GGG Kontaktstelle, eventuell unter Beizug von Dolmetschern oder eines interkulturellen Vermittlers, Hilfestellungen bei der Problemlösung geben.

Bei unüberbrückbaren Differenzen kann das Engagement notfalls vorzeitig beendet werden. Wir wollen schliesslich niemanden zum Zusammenleben zwingen.

Sie sollten Ihrem Gast mindestens ein einzelnes, wenn möglich abschliessbares möbiliertes Zimmer zur Verfügung stellen können. Sinnvoll ist zudem, dass Sie sich ab und zu auch Zeit für ihn nehmen.

Wenn Sie Zeit miteinander verbringen können, wird sich Ihr Gast leichter mit den hiesigen Sitten und Gebräuchen vertraut machen und es unterstützt seine Integration – nur schon dadurch, dass Sie mit ihm deutsch reden. Gewisse Flüchtlinge brauchen natürlich mehr, andere weniger Unterstützung.

Wir suchen übrigens nicht nur Schweizer Familien, die einem Flüchtling ein Zuhause bieten, sondern auch Einzelpersonen oder Paare jeder Nationalität. 

Ja. Die Kosten für das Zimmer übernimmt weiterhin die öffentliche Hand, konkret die Sozialhilfe Basel. Das Untermietverhältnis wird in einem Untermietvertrag festgehalten.

Der Maximalbetrag des Mietanteils richtet sich nach den Richtlinien der Sozialhilfe. Die vereinbarte Miete wird Ihnen direkt von der Sozialhilfe überwiesen.

Ob und in welcher Form sich Ihr Gast zusätzlich an den Haushaltskosten beteiligt, ist Gegenstand der individuell getroffenen Absprache, u.a. darüber wie eingekauft und gekocht wird in Ihrem Haushalt.

Ja. Als Gastgeber brauchen Sie sich nicht um solche Fragen zu kümmern. Die Sozialhilfe übernimmt die Kosten für die Kranken- und Unfallversicherung sowie die Haftpflichtversicherung und erledigt auch alle damit verbundenen administrativen Aufgaben.